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Rheinsberg soll von der Bahn abgehängt werden

Die Überlegung der Landesregierung die Strecke Löwenberg – Rheinsberg zukünftig aus dem Fahrplan zu nehmen, ist im Friedrichjahr eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen, nicht nur für die Tourismusbranche.

 

Auf der Internetseite der Deutschen Bahn wird der Fahrgast noch über den Einsatz zusätzlicher Züge auf der Strecke Berlin – Rheinsberg zur Sommersaison informiert, doch hinter den Kulissen wird bereits über die Abkoppelung Rheinsbergs vom Netz der Deutschen Bahn diskutiert. Nicht nur im Friedrichjahr eine Entscheidung, die auf größtes Unverständnis beim DEHOGA Brandenburg und dem Tourismusverband Ruppiner Seenland stößt.

Das Brandenburger Umland ist für den Berliner Tagestourismusziel Nr. 1. Das Ruppiner Seenland steht als Reiseziel an 2. Stelle in Brandenburg. Die jahrelangen und erfolgreichen Anstrengungen der Tourismusbranche Brandenburg als Fahrrad- und Wasserdestination zu etablieren, gehen einher mit hohen Investitionen aller Leistungsträger im Tourismus. Die Erreichbarkeit mit der Bahn ist für viele Fahrradtouristen sowohl bei Tagestouren wie auch bei Mehrtagestouren Voraussetzung. Durch die geplante Streichung der Strecke Löwenberg – Rheinsberg ist nicht nur ein deutlicher Rückgang von Besuchern zu befürchten und ein damit entstehender Wegfall von Arbeitsplätzen im Tourismus.

 

„Hinzu kommt, dass eine negative Entscheidung der Landesregierung die Schwächsten trifft – Menschen mit Mobilitätseinschränkungen“, so Peter Krause, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland. „Neben den benachteiligten Bürgern Brandenburgs träfe es diesmal auch Menschen aus ganz Deutschland und dem internationalen Ausland.“

Von den jährlich 1,4 Mio. Übernachtungen im Ruppiner Seenland sind bereits über 60.000 Übernachtungen auf die speziellen Angebote für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zurück zu-führen. Die Modellregion Ruppiner Seenland ist in diesem wachstumsstarken Tourismussegment einer der deutschen Marktführer.

 

Vor dem Hintergrund der infrastrukturellen Konsequenzen fordert der DEHOGA Brandenburg die politischen Entscheidungsträger auf, hier nicht die falschen Signale für die Region zu setzen. Arbeitsplätze und Investitionen im Tourismus, auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung als Wasser- und Fahrraddestination, können nicht abgebaut und ins Ausland transferiert werden.

 

„Der DEHOGA Brandenburg erteilt den Überlegungen des Landes, Rheinsberg und womöglich weitere Tourismusregionen vom öffentlichen Nahverkehr abzuhängen, eine deutliche Absage. Zukunftsorientiertes und nachhaltiges Handeln, welches die Landesregierung gerne für sich in Anspruch nimmt, sieht für mich anders aus“, so Mario Kade, Präsident des DEHOGA Brandenburg. „Die Hotellerie und Gastronomie hat einen wichtigen Anteil an der touristischen und allgemeinen Infrastruktur in Brandenburg. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Faktors, der Thema Nachhaltigkeit und Mobilität darf und kann sich die Landesregierung dieser Verantwortung nicht entziehen“.

 

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